Werksgelände Morsbach-Hammer 1967
Werksgelände Morsbach-Hammer 2020

50 Jahre Erfahrung im Systembau

Vom Bauwagen zum Modulbau

Vom Hersteller von Bauwagen zum Spezialisten für Containerbau bis hin zum Generalunternehmer für Modulbau: Die ALHO-Unternehmensgruppe ist einer der Pioniere des seriellen Bauens. Was Politik, Interessensverbände in der Bauwirtschaft, Architekten und Bauherren als die Zukunft des Bauens propagieren, ist bei ALHO seit über 50 Jahren Realität.

Der Name ALHO steht für Albert Holschbach – den Gründer unserer Unternehmensgruppe. Als kaufmännischer Lehrling im damals führenden holzverarbeitenden Betrieb Morsbach hat er die Mechanismen und Produkte der Branche von der Pike auf kennengelernt.

Als er 1967 eine kleine Stellmacherwerkstatt zum Kauf angeboten bekam, wagte er die Gründung und unterschrieb im August 1967 den notariellen Kaufvertrag über die Stellmacherwerkstatt, die eine Montagewerkstatt für die Bauwagenherstellung mit Schlosserei beherbergte.

Es ist die Geburtsstunde der heutigen ALHO-Unternehmensgruppe, gegründet unter dem Namen „Albert Holschbach, Holz- und Fahrzeugbau, Morsbach/Hammer“.

Mit dem Bauwagen begann die Erfolgsgeschichte von ALHO

Serielle Fertigung: Bau-, Büro-, Schlaf- und Toilettenwagen für Baustellen

Messestand bauma: Dort sein, wo die Kunden sind.

Bauwagen: Seriell gefertigt mit Stahl statt Holz

Mit der Produktion von Holzbaracken, Bau-, Büro-, Schlaf- und Toilettenwagen für die Bauindustrie ging es los. In kürzester Zeit etabliert sich das Fertigungsprogramm im Markt. Die kleine Stellmacherwerkstatt platzte schon bald aus allen Nähten und es wurde sehr bald nötig, sich räumlich zu vergrößern. 1969 entstand dann eine neue Produktionshalle speziell für den Fahrzeugbau auf rund 2.000 Quadratmetern. Insbesondere die Ein- und Zweiachsbauwagen kamen gut bei den Kunden an: Ihre aus verzinktem Profilblech auf einen Stahlrohrrahmen gepunktete Außenverkleidung erwies sich als besonders robust. Die Außenwände – in Schablonen vorgefertigt – wurden wie am Fließband endmontiert.

Dank einem 100 Meter langen und 2,4 Meter breiten Kanal, der in den Boden der neu gebauten Halle eingelassen war, erfolgte die Montage ebenerdig. Alle benötigten Werkstoffe für den Innenausbau lagen griffbereit als Zuschnitte neben dem Kanal und in der entsprechenden Einbau-Reihenfolge. Das neue Konzept dieser Fertigung, mit dem ALHO zu dieser Zeit erste Schritte im seriellen Bauen unternahm, minimierte die Produktionszeit enorm.

Zeit sparte nicht zuletzt der Kunde auf der Baustelle: Bauwagen konnten sich den Veränderungen auf der Baustelle viel besser anpassen als die schwerfälligen Baracken, die umständlich auf- und wieder abgebaut werden mussten. Diese Mobilität verlieh den Bauherren deutlich mehr Flexibilität. Die Vorteile der neuen robusten Baustellen-Unterkünfte sprachen sich bald herum und die Nachfrage stieg schnell an.

ALHO wurde der erste Hersteller von Baustellenunterkünften mit Kompletteinrichtung wie Stühlen, Tischen, Schränken, Betten und Bettwäsche. Dies war eine Serviceleistung für den Kunden, der bei Anlieferung des Bauwagens diesen sofort ohne Verzögerung nutzen konnte – ein Prinzip, dass heute sowohl im schlüsselfertigen Modulbau der ALHO Systembau als auch in der Containervermietung bei FAGSI noch Gültigkeit besitzt.

Der Systemcontainer als Innovation auf der bauma

Erste Gebäude aus Containern

Modernes Containergebäude 2020

Container-System: Innovation für die Baustelle

1971 beginnt ALHO mit der Produktion von standardisierten Raumcontainern. Mit diesem aus einem standardisierten Typenprogramm bestehenden Containersystem für die Baustelle setzt ALHO Maßstäbe innerhalb der Branche. Die Container werden heute noch technisch fast unverändert unter der Marke ProContain produziert und in der Bauindustrie vertrieben. Schall- und Wärmedämmung werden wichtiger, so auch die Wünsche für Innenausstattung und Komfort. ALHO beweist mit seinem Produkt, dass sich standardisierte mobile Raumeinheiten für die temporäre Nutzung und individuelle Ansprüche nicht ausschließen. Der Erfolg lässt auch hier nicht lange auf sich warten.

Anfang der 1980er Jahre verdrängen Wohncontainer die Bauwagen in der Produktpalette immer
weiter. Durch die Kombinationsfähigkeit und die Möglichkeit des mehrgeschossigen Stapelns, bieten die Baustellencontainer einige Vorteile. Klassische einzelne Baustellencontainer oder bis zu dreigeschossige Containerkombinationen gehören auch 50 Jahre später noch zum Fertigungsprogramm der ALHO-Gruppe.

Mit der Nachfrage nach Containern stiegen zugleich auch die Anfragen nach Mietlösungen. Dies war die Geburtsstunde der Marke FAGSI – ab 1980 bereits als FAGSI Vertriebs- und Vermietungs-GmbH ein eigenständiges Unternehmen der ALHO-Gruppe, seit 2010 mit eigenem Firmensitz in Morsbach-Lichtenberg.

Entwicklung: Links noch Container, rechts fast schon Modul

Eins der ersten Modulgebäude: Bürogebäude Bavaria Film 1994

Erstes Hotel in Modulbauweise: Waldhotel Heiligenhaus 1994

Modulgebäude: Nachhaltig und dauerhaft

Mit der Zeit erweitern stationäre auf dauerhafte Nutzung ausgelegte Lösungen auf Basis von Systemeinheiten, der heutige Modulbau, zunehmend das Produktionsprogramm. Während im Containerbau standardisierte Raumeinheiten produziert werden, können die Abmessungen der dreidimensionalen Raummodule in Breite, Länge und Höhe variieren. Diese Eigenschaft eignet sich perfekt, um die Module an die Erfordernisse des Gebäudegrundrisses anzupassen.

Dazu kommt: Bei komplexen bis zu sechsgeschossigen Modulgebäuden erinnert dank der vorgesetzten Fassade äußerlich nichts an die dahinterliegende, aus Modulen zusammengefügte Gebäudestruktur.

Für den modernen, ausgereiften Modulgebäude steht die Marke ALHO innerhalb der Unternehmensgruppe. Heute sind Qualität und Dauerhaftigkeit des Modulbaus denen konventioneller Bauweisen mindestens ebenbürtig. Beständig wie „Stein auf Stein“, ist „Modul auf Modul“ jedoch viel schneller und flexibler. Modulgebäude stellen daher eine nachhaltigere und clevere Alternative zu konventionell errichteten Bauten dar.

BA Köln: größtes modulares Bürogebäude Europas

Labor Hoffmann-La Roche: Technisch höchst anspruchsvoll

Vonovia Dresden: Serieller Wohnungsbau